Nun liegt er schon wieder hinter uns – der August. Geht es dir auch so, dass du das Gefühl hast, in diesem Jahr rast die Zeit noch mehr als sonst? Natürlich weiß ich, dass jeder Tag 24 Stunden und der August 31 Tage hat – und doch kommt es mir vor, als habe ich gestern erst Geburtstag gefeiert und nun schreibe ich schon wieder am Monatsrückblick. Der August hatte an Ereignissen einiges zu bieten – gar nicht so leicht, dabei auch Raum für Auszeiten und Ruhephasen zu finden. Und doch merke ich gerade in hektischen Monaten wie diesem, dass genau das um so wichtiger ist. Wenn du wissen möchtest, wieso ich auch in diesem August Einschulung gefeiert habe und warum ich eine Woche lange täglich nach Hamburg gependelt bin, dann lies hier gern einfach weiter…

Das war los im August:

Happy Birthday! Geburtstagsfeier im Doppelpack

Neun Jahre Zwillingsglück. Ich erinnere mich noch wie heute, als mein Frauenarzt mir beim Ultraschall eröffnete, dass da nicht nur ein kleines Herz schlägt, sondern zwei. Wie benebelt fuhr ich nach Hause, nicht so recht wissend, wie ich mich fühlen sollte. Dieser Zustand dauerte nicht lange an – und was dann kam war vor allem eins: Freude, ganz viel Freude – und noch mehr Liebe im Doppelpack.

Und so haben wir gefeiert an diesem eurem 9. Geburtstag. Und während wir mit dem Tretboot über den Ratzeburger See schipperten, ihr eure Geburtstagstorte verputztet oder wir am Ende des Tages glücklich gemeinsam im Garten grillten, fragte ich mich immer wieder, wo denn eigentlich die Zeit geblieben ist. Wenn ich euch beide anschaue, dann quillt mein Herz über vor Glück – und nach wie vor kann ich es nicht fassen, dass ich so reich beschenkt wurde vom Leben.

Die Kindergeburtstagsparty mit allen Freunden folgt nach den Sommerferien; den Zwillingsgeburtstag feierten wir ganz für uns gemeinsam mit Patentante Anja. Das war ein weiteres besonderes Highlight an diesem Tag, denn in den letzten Jahren war das nicht oft möglich.

Und natürlich gab es Geschenke; viel zu viele würden wohl einige sagen. Darauf kommt es gar nicht an. Wir hatten alle gemeinsam einen wunderschönen Tag – die Sonne schien exakt so lange, wie wir mit den Booten unterwegs waren und für eine große Tüte Eis am Ende war auch noch Platz.

Einschulung ans Gymnasium – mein mittlerer Sohn wechselt die Schule

Hach, was soll ich sagen. Bei 4 Kindern ist ja gefühlt immer was los – doch manchmal ballt es sich ganz schön zusammen. Mit dem Start des neuen Schuljahres begann für meinen kleinen Großen ein aufregender neuer Lebensabschnitt – und die Entscheidung für diesen Wechsel hatten wir uns wahrlich nicht leicht gemacht. Während der ersten vier Jahre lernte er an der Freien Schule Mölln, einer an die Waldorfpädagogik angelehnten Ersatzschule. Er war glücklich dort, gefestigt im Freundeskreis und stand mit seinen beiden Beinen fest auf dem Boden des Schülerlebens. Und doch gab es Gründe, die uns bewogen haben, einen Schulwechsel in Betracht zu ziehen und die am Ende genau diese Entscheidung herbeiführten. Nun ist er bereits seit 4 Wochen ein Gymnasiast – er lernt in der Bläserklasse, so dass er zusätzlich zum Fächerkanon einer Fünftklässlers auch ein Instrument lernt. Das Saxophon. Mein Eindruck bisher: die ersten Tage waren voller Euphorie, nun kommt er langsam an und merkt, dass seine neue Schule nicht nur ein neues Gebäude und andere Lehrkräfte bedeutet, sondern dass er nun auch in einem völlig anderen System lernt. Diese besonderen Herausforderungen und Ansprüche werden wir in den nächsten Monaten sicher gut im Auge haben und begleiten dürfen. Gleichzeitig hat ihm der Schulwechsel einen heftigen Schub in seiner Entwicklung beschert. Und ich bin sicher, dass er all diesen neuen Anforderungen gefestigt gegenüber stehen wird – sein Mutterschiff stets sichernd hinter sich wissend.

Die Montessorischule Gudow startet in ihr drittes Schuljahr – Einschulungsfeier für die neuen Ersties

Auch in diesem Sommer durften wir an unserer Montessorischule Gudow wieder neue Erstklässler begrüßen und haben dies mit einem wunderschönen kleinen Fest getan.

Wie auch in den Vorjahren startete die Einschulung nicht an unserer Schule, sondern gegenüber unserem Schulgelände in der Kirche Gudow. Dort feierten wir unter freiem Himmel einen herrlichen Einschulungsgottesdienst, welcher durch unsere Schüler in besonderer Weise mitgestaltet wurde. Am Ende erhielten alle Kinder wunderschöne Segensbändchen, auf denen die Worte und das Thema des Gottesdienstes noch einmal abgedruckt sind. Diese kleinen Bändchen stellen für alle Kinder eine tolle Erinnerung und ein Highlight dar und begleiten sie durch die vor ihnen liegende Schulzeit. Einige unserer Kinder tragen ihre Segensbändchen Tag für Tag am Handgelenk, andere haben sie an ihren Ranzen oder Federtaschen befestigt – für alle bilden sie regelmäßig wiederkehrend Gesprächsanlässe, die wir dann im schulischen Kontext gern aufgreifen und vertiefen.

gespannt und erwartungsfroh - unsere neuen Schüler*innen kurz vor ihrer Einschulung

Im Anschluss an den Gottesdienst trafen sich alle Familien auf dem Außengelände unserer Schule. Die neuen Schüler*innen wurden mit einem kleinen Programm begrüßt – anschließend ging es zu einer ersten Schulstunde in den Klassenraum unserer Schule. Die wartenden Familien konnten sich derweil am Kuchenbuffet etwas stärken und die Wartezeit verkürzen. Ein gemeinsames Klassenfoto aller unserer Schüler rundete diesen aufregenden Tag – jedenfalls aus schulischer Sicht – ab. Ich bin sicher, dass jedes Kind im Anschluss ganz individuell verschieden mit seiner Familie weiter gefeiert und einen unvergesslichen Tag gehabt hat.

Eine Woche Fortbildung mit Daniel Paasch: 7 Tage, die es in sich hatten

So lange hatte ich darauf gewartet und es fast schon nicht mehr geglaubt. Diese Fortbildung habe ich bereits 2019 gebucht, im März 2020 sollte sie stattfinden – und dann kam das große „C“ dazwischen und mit ihm diverse Verschiebungen und Neuterminierungen. Inzwischen hatte ich bei Daniel schon einige Online-Meetings besucht und war begeistert. Und dann war es endlich soweit: meine Fortbildung im Bereich des Kinder- und Jugendcoachings beim IPE unter Leitung von Daniel Paasch startet ihren ersten von insgesamt 4 Fortbildungsblöcken.

Ich durfte 7 faszinierende und unglaublich bereichernde Tage mit tollen Menschen in einer von Wertschätzung und gegenseitigem Respekt getragenen Gruppe verbringen, habe vieles neues gelernt, bereits vorhandenes wiederholt und vertieft und so einiges an Wissen neu verzahnt und miteinander in Zusammenhang gebracht. Mein Horizont erweiterte sich in Rekordgeschwindigkeit. Allein diese gemeinsamen Tage mit Menschen, die alle dasselbe Ziel verfolgen, denen die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen am Herzen liegt und deren großes Anliegen es ist, Familien unterstützend zur Seite zu stehen, der gemeinsame Austausch und die vielen individuellen Erfahrungen, die wir alle in diese Woche mit eingebracht haben. Dazu das Wissen und die Werkzeuge, die Daniel uns auf ein breites Buffet gelegt und zur Verfügung gestellt hat – diese Woche raus aus dem Alltag, rein in die Tiefen gehirngerechten Lernens – das alles war für mich eine so willkommene und auch dringend benötigte „Raus aus Allem“-Zeit, die ich mit jeder Körperzelle und bis zur letzten Minute ausgekostet und genossen habe.

In den kommenden Monaten folgen weitere Bausteine der Fortbildung, auf die ich mich heute schon richtig dolle und von ganzem Herzen freue.

Das war noch los im August 2021

  • In unserem Kinderhaus suchen wir nach wie vor Personal. Zur Zeit springe ich viel ein, doch meine Reserven – zeitlich wie auch energetisch – sind ziemlich am Limit. Daher habe ich tatsächlich zum ersten Mal seit langer Zeit auch wieder in Zeitungen inseriert, neben den bisher oft gewählten SocialMedia-Kanälen. Und wenn du diese Zeilen liest und dir denkst, „das wäre ja vielleicht interessant für…“, dann bin ich sehr dankbar, wenn du diese Stellenanzeige teilst und in die Welt hinaus trägst. Unsere Kinder sind einfach toll und die Arbeit mit ihnen täglich voller neuer Wunder.
  • Ganz spontan bin ich mit den Jungs in den Hansapark gefahren. Eine meiner besten Freundinnen machte im August Urlaub an der Ostsee und als sie zum Geburtstag der Zwillinge bei uns war und ihren Hansapark-Besuch erwähnte, da waren die Tickets schnell gekauft und wir verbrachten unbeschwerte, fröhliche Stunden inkl. Supersplash- und diverser Achterbahnfahrten. Diese Art von Spontanität vergesse ich im Alltag leider viel zu oft und wünsche mir, dass ich ihr doch wieder mehr Raum gebe.
  • Unsere Schulkinder lernen und leben auch in diesem Sommer und Herbst viel draußen: aufgrund der aktuell gültigen Vorgaben der CoronabekämpfungsVO verbringen wir viel Zeit im Wald und verlegen unsere Lernorte in die freie, wilde Natur. Dort dürfen unsere Kinder frei sein – frei vom Maskenzwang und frei von all den Ängsten, die die coronapandemiebedingten Auflagen an den Schul- und Lebensalltag ihnen aufbürdet.
  • Passend dazu verbrachten wir auch in diesem August unsere Waldwoche mit besonderen Tagen und Lernerfahrungen im Wald. Während der Waldwoche verbrachten die Kinder die vollen Schultage im Wald, inkl. Mittagessen, welches die Elternschaft organisiert und in den Wald gebracht hat. Ein besonderes Highlight waren eine lange Seilrutsche zwischen den Bäumen, Kletterelemente wie beim bouldern und die Möglichkeit, einen Baum bis in große Höhen besteigen zu können – natürlich gut gesichert. Der Vater einer unserer Schüler hatte diese besonderen Erlebnisse organisiert und sich damit die Kletterherzen aller Kinder höher schlagen lassen.
  •  Trotz oder vielleicht gerade wegen des „verfrühten Herbstes“ haben wir im August viel Zeit an der Ostsee verbracht. Wir haben leckersten Kaffee und Kuchen geschlemmt in unserem allerliebsten Tee- und Kaffeekontor in Burg auf Fehmarn, Eis gegessen in Dahme und versucht, unserem süßen Cappuccino das Schwimmen beizubringen. Naja, sagen wir mal so: er kann es – aber er mag es nicht.

Ausblick: Das bringt der September

  • Es wird laut, wild und wunderbar: Kindergeburtstagsparty – die Zwillinge laden ein zur Pókemon-Sause und mir stellt sich die Frage: wieviel ist zu viel? Denn in den Vorbereitungen eskaliere ich gerade dezent.
  • Der September besticht durch eine Trilogie aus Elternabenden: an der Schule, im Kinderhaus und natürlich der Informationsabend für interessierte Familien im nächsten Schuljahr.
  • Das mittlere Kind geht zum ersten Mal auf Klassenfahrt – und es stellt sich erneute die Frage, wer denn eigentlich aufgeregter ist? Der Sohn oder ich? Was meinst du?
  • Endlich wieder offline Termine! Im September gebe ich zum ersten Mal seit Monaten wieder eine Pädagogenschulung vor Ort. Am Institut für berufliche Fort- und Ausbildung – IBAF – in Rendsburg bin ich im Rahmen der Ausbildungen zum kirchlich anerkannten Heimerzieher im Einsatz. Ich freue mich so sehr drauf!
  • Die Hundeplatztermine nehmen zu: unsere Schulhundausbildung geht in die nächste Runde und zusätzlich nehmen wir an der „Rackergruppe“ teil: Hundeerziehung während der Pubertät. Es ist faszinierend, wie sehr sich die Themen doch ähneln. Immer wieder gern empfehle ich dir, einmal auf der Claudis Seite vorbeizuschauen, wenn auch bei in deinem Leben das Thema Hundeerziehung oder ~bespaßung eine Rolle spielt.
  • Unser neuer Lehrer kommt! So viele Wochen und Monate warten wir nun schon auf ihn – jetzt hat er endlich sein Visum erhalten. Damit wird unsere Schule tatsächlich endlich biligual – deutsch & spanisch.

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Liebe Claudia, was für ein schöner Rückblick mit ganz vielen Neuanfängen und Gründen zu feiern. Danke, dass du deinen August mit uns teilst. Es hat Spaß gemacht, deinen Artikel zu lesen, der nur so vor Lebendigkeit strotzt. Nächste Woche ist bei uns auch wieder Schule und da erwarten mich auch diverse Sachen wie Elternabende.

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